© 2011 Linda Grünen

Helgens historiska val i Baden-Württemberg

I helgen var det val här nere, eller rättare sagt i delstaten Baden-Württemberg. Och jag lovar att både Frau Merkel och hennes utrikesminister Guido Westerwelle sov dåligt i natt. Efter nära 60 år vid makten, brakade nämligen konservativa CDU samman helt och hållet i den tyska delstat som i åratal gjort sig känd som kristdemokraternas starkaste högborg.

Även FDP hör till de stora förlorarna med hälften så många röster som vid förra valet, ett resultat som sätter större press än någonsin på den starkt kritiserade utrikesministern Westerwelle. Det mullrar i medierna om hans politiska framtid. Många förväntar sig att han drar sig tillbaka som partiordförande på partistämman senare i vår.

Det tyska miljöpartiet Bündnis 90/Die Grünen däremot fick uppleva sitt bästa val någonsin med hela 24,2 procent av väljarna i ryggen. Tillsammans med socialdemokraterna SPD bildar man sålunda en röd-grön majoritet och avlöser så de konservativa. CDU får nu lämna över stafettpinnen till en grön ministerpresident (den första i Tyskland någonsin). Självklart har situationen i japanska Fukushima bidragit till att sätta kärnkraften i fokus, men de flesta ser valresultatet som en bilans på regeringens politik i allmänhet.

6 Comments

  1. Lotta
    Posted mars 28, 2011 at 22:03 | #

    … ganz ist sie nicht zusammengebrochen die CDU. Die Leute wollten den Mappus nicht mehr und dass die Grünen so gut abgeschnitten haben, liegt wohl auch sehr an der Person des Herrn Kretschmann. Er ist in seiner Art bescheiden und glaubwürdig – ganz im Gegensatz zu den übrigen Grünen. Einen so aufgeblasenen Herrn Fischer hätte man nie und nimmer mehr gewählt. Für immer wird das sowieso nicht sein. Wenn die CDU sich personell erneuert, dann wählen die Leute dort bei der nächsten Wahl auch wieder die CDU. Schließlich ist sie mit knappen 40 Prozent fast doppelt so stark wie die Grünen oder die SPD alleine. Für Bayern wird das kein Modell sein – dort glaube ich schon, dass sich die CSU mit Hilfe von ganz oben (Patrona Bavariae) :-) doch noch hält. Es hat sich in der Vergangenheit ja auch gezeigt, dass die Bundesländer, die am besten dastehen, traditionell nie rot oder sonst wie ”bunt” waren.

  2. Linda
    Posted mars 28, 2011 at 22:15 | #

    Starke Personen sind wirklich A und O – Ude in München ist ein gutes Beispiel. Bezeichnet man nicht München ab und zu als Gallien – ein roter Fleck im schwarzen Bayern? :) Personell sieht es gerade nicht so dolle aus weder bei der CDU noch der FDP. Mal sehen, was sie in den nächsten Jahren so zaubern können. Wer hat z.B. gedacht, dass ein Westerwelle, der in der Rolle als Oppositionsführer richtig klasse war, so einen blassen Außenminister geben würde?

  3. Lotta
    Posted mars 29, 2011 at 20:35 | #

    ”… ganz Gallien ist von den Römern besetzt … ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern besetztes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.” :-) Habe gerade nachgelesen – stimmt! Man braucht nur München auszutauschen oder jetzt sogar Bayern … Das scheint wohl das Dilemma aller Parteien zu sein, dass sie überall entweder so ”blasse” Personen haben … oder bei den ”populären” wird sofort gesucht, ob man nicht was findet, was ihnen schaden könnte, wie bei dem guten KTzG.
    In Schweden haben sie ja jetzt auch endlich einen Nachfolger für die Mona Sahlin gefunden, gestern noch hatten ihn die Medien gelobt und heute schon prangert auf Expressen & Co., dass seine ”Särbo” irgendeinen Betrug begangen hätte …
    Selbst bin ich eigentlich auch kein Parteinwähler – ich wähle auch lieber nach Persönlichkeit/Sympathie … wer weiß, vielleicht tun das ja gerade aus meiner Generation viele? Der Ude ist mir z. B. auch sehr sympatisch.
    Ein bisschen lustig fand ich es auch, dass der Herr Kretschmann es sogarins Svenska Dagbladt geschafft hat ;-)
    http://www.svd.se/nyheter/utrikes/winfried-kretschmann-gront-supervapen_6042661.svd

  4. Posted april 11, 2011 at 11:46 | #

    Ich hatte nicht gedacht, dass ich es mal erleben darf, dass die CDU in Baden-Württemberg einmal die Macht verliert.
    Es ist ähnlich wie in Bayern: die Leute sind bodenständig konservativ und die CDU/CSU ist die Partei, die zu ihnen passt. Dass dabei eine selbstgefällige Machtelite entsteht, die glaubt, sie hätte die Macht gepachtet, war den Bürgern lange nicht bewusst. Schön, dass es nun doch passiert ist.

    Die Bemerkung Lottas, dass Länder, die am besten dastehen, immer schwarz gewählt haben, ist nur im Moment richtig, aber nicht historisch. Bayern und BaWü beschweren sich heute darüber, dass sie soviel Geld an die ”armen” Bundesländer über den Länderfinanzausgleich zahlen müssen. Dabei haben sie ihre starke Wirtschaft auch aus solchen Mitteln aufgebaut. In den 60er Jahren war es z.B. das rote Nordrhein-Westfalen, das ihnen das Geld dazu gab.

  5. Posted april 11, 2011 at 11:48 | #

    Muss mich korrigieren: BaWü war schon immer Geberland, aber Bayern hat bis Ende der 80er Jahre Geld aus diesem Ausgleich bezogen.

  6. Linda
    Posted april 11, 2011 at 21:43 | #

    Ich finde es auch schön – es zeigt, dass man sich in der Politik nicht einfach bequem fühlen kann und weitermachen mit der Einstellung ”Das hammer schon immer so gemacht… ”.

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